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In Bestbesetzung erwarteten wir unseren Gegner aus Ibersheim. Unser Guru nutzte schon im Vorfeld die Gunst der Stunde, um uns mit seinem in Ihm wiedergeborenen Orakel den Spruch des Tages mit auf den Weg zu geben.
„Ein ungeübtes Gehirn ist schädlicher für das Tischtennis als ein ungeübter Körper“ von George Bernard Shaw (leicht abgewandelt Anm. d. Red.)
Worte, welche uns tief bewegten und die kleinen Dinge des Alltags so unwichtig erscheinen lassen. Einem sichtlich gerührten Ingolf liefen die Tränen die Backe herunter während ein tief bewegter Oliver die Noppen auf seinem Rückhandbelag zählte.
Doch schon im Spiel wurde die Priorisierung auf bisher brachliegende Ressourcen belohnt. Das Doppel Roth/Dillge stellte fortan jegliche Beinarbeit ein. Die hierdurch freiwerdende Energie setzten sie in eine Steigerung der Spielintelligenz auf 157,3% um. Der Dreisatzsieg war durch diese Maßnahme absolut ungefährdet! Auch die Arzt/Zigaretschen-Kombination gab sich keine mentale Blöße.
Mit den Worten: „Endlich sieht meine Bilanz wieder annehmbar aus“, kommentierte ein breit grinsender Oliver Roth seine Siege im vorderen Paarkreuz. Der negative Höhepunkt des Abends aber war das Einzel von Ingolf Bernhard. Wie zwei unter Drogen stehende Berggorillas zelebrierten sie eine Schupforgie der Superlative, die jedem der Zuschauer in der Halle Blutblasen auf die Augen trieb. Das Ingolf nach gefühlten 4 Stunden den fünften Satz knapp gewann sei hier nur am Rande erwähnt. Doktor Rink und Guru Dillge bewiesen mal wieder wie man durch klar strukturiertes Spiel in Kombination mit hoher Spielintelligenz einen Gegner beherrscht und von der Platte fegen kann.
Am Ende hieß es mal wieder 7-0.
Nachdem der Motor anfänglich gestottert hatte, sind wir nun direkt im oberen Drehzahlbereich angelangt. Und allen Spöttern sei gesagt:
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ (Mahatma Gandhi)
In diesem Sinne……..
Viele verzweifelte Leser haben sich in letzter Zeit an die Redaktion gewandt. Bereiten doch allem Anschein nach die fachspezifischen Begriffe im Tischtennis so manchem Crack große Probleme.
Wir werden daher in den nächsten Wochen und Monaten eine neue Rubrik einführen und den Wünschen in alphabethischer Reihenfolge nach gehen. Heute beginnen wir mit dem „A“.
A wie Antizipation: Tischtennis ist nichts für Dumme! Immerhin muss man bei diesem Sport auch etwas von der Antizipation verstehen. Nun kommt diese "Zipation" nicht davon, dass die Trikot-Hose nicht richtig sitzt. Sie hat auch nichts damit zu tun, dass man beim Tischtennis immer ein wenig skeptisch sein sollte (Anti). Die Antizipation ist vielmehr die Fähigkeit hellsehen zu können. Wer antizipieren kann, der weiß, wie der Ball sich unter Berücksichtigung von Drall, Geschwindigkeit, Treffpunkt, Unterschneidung und Flugbahn gleich nach dem Auftreffen verhalten wird. Sollte der Gegner auf die Frage: "Wie steht es eigentlich?" als Antwort geben: "Keine Antizipation!", dann bedeutet das vornehm ausgedrückt: "Keine Ahnung!"
A wie Anzeigetafel: Tischtennis könnte so schön sein, wenn es nicht immer jemanden gäbe, der mitzählt und das Ergebnis dann in aller Öffentlichkeit kund täte.
A wie Ausfall: Als Ausfall wird derjenige Spieler bezeichnet, der nicht die Normalform erreicht. Betrifft der Zustand eine ganze Mannschaft über einen längeren Zeitraum, dann spricht man nicht mehr von Ausfall, sondern von drohendem Abstieg!
Fortsetzung folgt…… |